Gefördert vom:
In Kooperation mit:

Kompetenzbaum

Zielgruppe

Eltern von Kin­dern aller Altersgruppen

Anzahl Personen

5 bis 16 Personen

Bezug zu Werten und Wertebildung

Durch die­ses Tool sol­len Eltern ange­regt wer­den, sich Gedan­ken über ihre Grund­über­zeu­gun­gen zu machen und diese mit ihrer Partnerin/ihrem Part­ner zu dis­ku­tie­ren. Eltern sol­len sich dar­über klar wer­den, dass sie vor allem mit ihrem täg­li­chen Ver­hal­ten ihr Kind beein­flus­sen. Außer­dem sol­len sie reflek­tie­ren, dass sie selbst durch ihre Eltern und ihre Lebens­er­fah­run­gen beein­flusst sind.

Fach­kräfte sol­len sich über ihre pro­fes­sio­nel­len und per­sön­li­chen Werte kla­rer wer­den, um Eltern noch ein­fühl­sa­mer bei die­sem Thema beglei­ten zu können.

Arbeitsweise / Stichworte

Auf einem Pla­kat wer­den die Umrisse eines Bau­mes gemalt, in die dann unter bestimm­ten Fra­ge­stel­lun­gen eigene Gedanken/Bilder ein­fügt wer­den. Anschlie­ßend fin­det eine Wer­te­re­fle­xion in der Gruppe statt.

Zusatzqualifikation nötig? Wenn ja - welche?

Eine Zusatz­aus­bil­dung im Bereich Geburt/Geburtsvorbereitung (z. B. bei der Gesell­schaft für Geburts­vor­be­rei­tung GfG, www.gfg-bv.de) wird empfohlen.

Methode
Materialien
Zeitbedarf
Kosten
Ablauf / wesentliche Inhalte

Ein­füh­rung ins Thema
Die Kurs­lei­tung nennt Gründe für die Übung. Das Thema soll den Eltern/Fachkräften mehr Klar­heit über ihre Grund­über­zeu­gun­gen ver­mit­teln und ihnen ermög­li­chen, ihre Stär­ken zu erken­nen. Dabei kön­nen sie auf Erfah­run­gen aus der Her­kunfts­fa­mi­lie aber auch auf andere Anre­gun­gen in ihrem Leben zurückgreifen.

Erläu­te­rung
Der Baum sym­bo­li­siert mit sei­ner Beschaf­fen­heit und Form deine Kom­pe­ten­zen. Ein Pla­kat mit den Umris­sen eines Bau­mes wird aus­ge­teilt oder ein Blatt und Bunt­stifte sowie das Arbeits­blatt. Jeder Teil­neh­mende ent­wirft einen indi­vi­du­el­len Baum. Wer möchte, kann auch Teile davon beschrif­ten. (Malen benö­tigt mehr Zeit, als einen vor­ge­ge­be­nen Baum zu beschrif­ten.) In Klein­grup­pen stel­len die Teil­neh­men­den ihren Kom­pe­tenz­baum vor und tau­schen sich dar­über aus. Im Grup­pen­ge­spräch erfolgt ein Aus­tausch über neue Gedan­ken und Erkennt­nisse aus der Übung.

Mög­li­che Impulsfragen

  • Wel­che Gedan­ken­gänge haben euch beschäftigt?
  • Wobei gab es Überein­stim­mung in der Klein­gruppe, was war unterschiedlich?
  • Gibt es eine Kon­ti­nui­tät zwi­schen den Über­zeu­gun­gen der eige­nen Eltern und den aktu­el­len Vor­stel­lun­gen im Umgang mit dem Kind?
  • Was unter­schei­det sich?
Literaturempfehlungen

Text von Thea Vogel

Bauer, Joa­chim: Warum ich fühle, was du fühlst, Ham­burg 2005

Juul, Jesper: Was Fami­lien trägt. Werte in Erzie­hung und Part­ner­schaft, Wein­heim und Basel 2010

Precht, Richard David: Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Mün­chen 2007

Renz-Polster, Her­bert: Kin­der ver­ste­hen. Born to be wild. Wie die Evo­lu­tion unsere Kin­der prägt, Mün­chen 2009

Stöcklin-Meier, Susanne: Was im Leben wirk­lich zählt – Mit Kin­dern Werte ent­de­cken, Mün­chen 2009

Tipps für die Umsetzung

Je nach Zeit­rah­men kann der Kom­pe­tenz­baum gemalt und bespro­chen wer­den oder das Umriss­bild beschrif­tet. Ein tie­fe­rer emo­tio­na­ler Ein­stieg erfolgt beim Malen mit anschlie­ßen­dem Gespräch in Klein­grup­pen. Die Übung erfor­dert offene Gesprächs­be­reit­schaft und Lust zum krea­ti­ven Arbei­ten. Güns­tig ist Ton­pa­pier in DIN A 3-Format.

Sonstiges / Anmerkungen

Die Übung eig­net sich für Eltern­abende mit Ankündigung.

Der Kom­pe­tenz­baum kann auch Fach­kräf­ten hel­fen, sich über ihre pro­fes­sio­nel­len und per­sön­li­chen Werte kla­rer wer­den, um Eltern noch ein­fühl­sa­mer bei die­sem Thema beglei­ten zu können.

Ansprechpartner/Innen / Einrichtung

Pro­jekt­stand­ort Hes­sen
Fami­li­en­Ge­sund­heits­Zen­trum Neu­hof­straße e.V.
Neu­hof­straße 32 H
60318 Frankfurt/Main
info@fgzn.de
Tele­fon 069 — 59 17 00

Ansprech­part­ne­rin:

Thea Vogel und Bri­gitte Peterka